Genderforschung - Ihr Blick auf das Lernen und Lehren mit neuen Technologien

Autor/innen

  • Sabine Zauchner-Studnicka moves Zentrum für Gender und Diversität

Schlagworte:

Gender, Ansätze der Geschlechterforschung, soziale Konstruktion von Technologie, Co-Konstruktion von Gender und Technologie

Abstract

Der Beitrag vermittelt einen Überblick über die Bedeutung der Genderforschung für das Lernen und Lehren mit neuen Technologien. Einleitend werden der Begriff „Gender“ sowie das Konzept des „Doing Gender“ skizziert und das Erkenntnisinteresse der Genderforschung dargestellt. Es werden die Entwicklungslinien der Genderforschung (Gleichheitsansatz, Differenzansatz und Konstruktivismus) beschrieben und deren jeweilige Fragestellungen exemplarisch im Hinblick auf das Lernen und Lehren mit neuen Technologien vorgestellt. Das Verständnis von Technologie als soziale Konstruktion war grundlegend für die Entwicklung des Konzepts der „sozialen Co-Konstruktion von Gender und Technologie“. Dabei wird davon ausgegangen, dass Gender und Technologie in einem wechselseitigen, flexiblen und formbaren Verhältnis zueinander stehen. Es wird argumentiert, dass soziale Beziehungen in Techniken und Werkzeugen „eingeschrieben“ sind, dass sich die Geschlechterverhältnisse in der Technologie sozusagen materialisieren. In gleicher Weise wie in der Entwicklung von Technologien für Lehr- und Lernzwecke pädagogische Theorie implementiert wird, ist die Technologie somit auch nicht genderneutral.

Autor/innen-Biografie

Sabine Zauchner-Studnicka, moves Zentrum für Gender und Diversität

Psychologin, Doktorat im Themenfeld der Geschlechterforschung, Master für technologieunterstütztes Lernen, systemisch-konstruktivistische Business-Coach. Langjährige Leitungsfunktionen an der größten österreichischen Weiterbildungsuniversität, Vorsitzende des Arbeitskreises für Gleichbehandungsfragen.

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Veröffentlicht

2013-08-28