Ausblick

So spannend Forschung und Entwicklung neuer Technologien zur Unterstützung menschlichen Lernens auch sind, muss uns doch stets klar sein: Lernen ist ein kognitiver Grundprozess, den jedes Individuum selbst durchlaufen muss – Technologie kann menschliches Lernen lediglich unterstützen – nicht ersetzen. Unsere großen Chancen beim Einsatz neuer Technologien liegen zusammengefasst in drei großen Bereichen (Holzinger, 1997; Holzinger & Maurer, 1999; Holzinger, 2000a; Holzinger, 2000d):
Überlegen Sie, wie man mit zukünftigen Computersystemen in Dialog treten könnte. Denken Sie dabei an schon vorhandene Interfaces, zum Beispiel WiiRemote Controller: Was ist dort besonders gut gelungen? Was wird unterstützt? Was könnte damit alles gemacht werden?
Technologiegestütztes Lehren und Lernen erfordert,stets den gesamten Bildungsprozess inklusive der durch die neuen Medien entstehenden Lehr-Lern-Kultur und den Kontext zu betrachten. Fragen der Effektivität (Ausmaß der Zielerreichung) und der Effizienz (Kosten-Nutzen-Relation) sind notwendig. HCI-Forschung versucht, einen kleinen Beitrag dazu zu leisten und UE versucht, die Erkenntnisse auf systemischer Ebene einfließen zu lassen.
Gehen Sie in Gedanken systematisch Ihre persönliche Arbeitsumgebung durch (also jene Dinge, die Sie selbst als Lernunterstützung verwenden), und bewerten Sie diesemit der Schulnotenskala (1 „sehr gut“ bis 6 „nicht genügend)“ anhand der folgenden ausgewählten Kriterien:
  • Technische Performanz: Funktioniert alles schnell, zügig und ohne viele Klicks?
  • Klarheit: Sind alle Funktionen sofort, einfach und unmissverständlich erkennbar?
  • Konsistenz: Ist alles durchgängig, einheitlich und befindet sich an der erwarteten Stelle?
  • Attraktivität: Ist das „lookand feel“ ansprechend, fühlen Sie sich wohl?
  • Fehlertoleranz: Werden Eingabefehler tolerant behandelt, ist stets ein Zurück möglich?