Einführung

Human-computer-interaction (HCI) ist ein erst seit rund 30 Jahren etabliertes Teilgebiet der Informatik, das mit der Verbreitung sogenannter grafischer Benutzeroberflächen (Shneiderman, 1983) entstand und von Beginn an versucht, die Interaktion zwischen Computern (wie auch immer sie heute aussehen, mobil, pervasive, ubiquitous) (siehe Kapitel #grundlagen) und Menscheffektiv und effizient zu ermöglichen. Während die klassische HCI-Forschung (Card, Moran & Newell, 1983; Norman, 1986) sich auf das Zusammenspiel zwischen Mensch–Aufgabe–Computer konzentrierte, widmet sich die neuere HCI-Forschung neben der Erforschung neuer Interaktionsparadigmen (zum Beispiel intelligente, adaptive, personalisierte Interfaces, Augmented Non-Classical Interfaces, aber auch Social Computing und andere) vor allem der Erhöhung der Effektivität und Effizienz des Zusammenwirkens menschlicher und technischer Performanz. HCI-Wissen ist somit auch grundlegend zur Optimierung technologiegestützten Lehrens und Lernens (Niegemann et al., 2008),insbesondere im Bereich der Interaktion zwischen zukünftigen semantischen Technologien und menschlichen Wissensräumen (Cuhls, Ganz & Warnke, 2009). Die Betrachtung der Unterschiede und Gemeinsamkeiten von menschlicher und maschineller Intelligenz ist ein wichtiger Aspekt moderner HCI-Forschung (Holzinger, 2013).
Abb. 1: HCI erforscht Aspekte an der Nahtstelle zwischen Information, Perzeption und Kognition