Ausblick

Abschließend wollen wir noch einen Ausblick geben, wie die zukünftigen Entwicklungen von Lehr- und Lernsystemen aussehen könnten. Insbesondere scheinen zwei davon sehr interessant zu sein:
  1. Semantik: Semantik-Web ist eine Erweiterung des World Wide Web (WWW) und wird als ‚web of data‘ oder ‚Web 3.0‘ bezeichnet. Dabei werden die Informationen im WWW in einer strukturierten Form derart aufbereitet, dass es Computern ermöglicht wird, sie inhaltlich zu verstehen und zu verarbeiten. Im Semantik-Web sind die Inhalte und deren Bedeutung also von Maschinen interpretierbar und analysierbar (Softic et al., 2013). Durch Verknüpfung und Analyse der strukturierten Daten können aus den bestehenden Daten automatisiert neue Informationen generiert und neue Erkenntnisse gewonnen werden. Dadurch ist es zum Beispiel möglich, intelligente Systeme zu bauen, die passende Lernressourcen automatisiert ohne menschliches Eingreifen finden und den Lernenden zur Verfügung stellen.
  2. Empfehlungsalgorithmen: Angesichts der rasch wachsenden Informationen, Dienste und Ressourcen im Web wird es für Lernende immer schwieriger, die passenden erwünschten Informationen zu einem bestimmten Thema zu finden. Es liegt nahe, dass Systeme die passenden Informationen und Ressourcen vorschlagen sollten. Empfehlungssysteme werden in vielen Bereichen, unter anderem in Lehr -und Lernsystemen, als Lösung dieser Probleme gesehen. Wie ein Empfehlungsalgorithmus aufgebaut ist, hängt stark von den Systemanforderungen ab. Im ‚content based filtering‘-Verfahren versucht man, den Lernenden Ressourcen zu empfehlen, welche den bereits verwendeten ähnlich sind. Zieht man ähnliche Lernende, nämlich die mit ähnlichen Lernzielen, in einem geschlossenen System in Betracht, spricht man vom ‚collaborative filtering‘-Verfahren, wobei das System Ressourcen vorschlägt, welche die ähnlichen Lernenden intensiv verwendeten. Um die Ziele eines Empfehlungssystems zu optimieren, werden oft verschiedene Algorithmen und Technologien, wie semantische und künstliche Intelligenz, miteinander kombiniert. Diese so genannten Hybridsysteme versuchen, den Lernenden bestmöglich Lernressourcen zu empfehlen (Taraghi et al., 2013).
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