Webbasierte Trainingssysteme (WBT)

Webbasierte Trainingssysteme (engl. ‚web-based training‘, WBT), bekannt auch als ‚webbasiertes Lernen‘, sind so alt wie das Internet selbst (siehe Kapitel #internet). Im Endeffekt versteht man darunter einen Unterricht, der, wie die Bezeichnung sagt, auf webbasierten Inhalten, Diensten und Ressourcen basiert. Die Lernmaterialen genauso wie die Lerneinheiten sind dabei in der Regel gänzlich vorbereitet. Aus Sicht der Lehrenden kann WBT als Web Based Lecture (WBL) bezeichnet werden. Manchmal werden die WBTs von einer Tutorin oder einem Tutor bzw. einer Moderatorin oder einem Moderator begleitet. Der/die Moderator/in motiviert die Teilnehmenden und unterstützt sie gezielt, wie sie die Dienste und Ressourcen im Web effizient verwenden können. Manchmal findet man für das begleitete WBT auch die Bezeichnung mWBT (moderiertes WBT) vor, wobei sich der Austausch zumeist auf internetbasierte Kommunikationstechnologien wie E-Mail, Newsgroups, Chats oder Diskussionsforen beschränkt.
In jüngster Zeit kommen auch Audio- und Videostreams zum Einsatz oder es werden Web-2.0- Applikationen eingesetzt, um den Lernenden die Möglichkeit anzubieten, selbst Inhalte (wie Blogbeiträge, Wikis) im Web zu generieren und diese miteinander zu teilen. Durch Verwendung von Schlagwörtern (Tags) lassen sich die von den Nutzer/innen generierten Inhalte verknüpfen und leicht auffindbar machen. Sie werden dann von anderen Lernenden kommentiert.
Die Abkürzung WBT steht für ‚Web Based Training‘. Das sind im Internet zur Verfügung gestellte, in sich geschlossene Lerneinheiten zu einem bestimmten Thema.

Auswirkungen auf die Gestaltung des Lernens und Lehrens

Web Based Trainings sind in der Regel Lehr- und Lerneinheiten, die aufeinanderfolgend präsentiert und auch abgearbeitet werden. In den meisten Fällen sind sie mit keinerlei Intelligenz ausgestattet (im Gegensatz zu intelligenten tutoriellen Systemen; siehe Kapitel #analyse), dies bedeutet, dass die Reihenfolge für jede Lernerin und jeden Lerner gleich ist. Einzig durch multimedial aufbereitete Inhalte kann Interaktivität erzeugt werden, sodass nicht ausschließlich eine einseitige Rezeption von Lerninhalten erfolgt. Eine Kritik ist also, dass sich gegenüber dem Lehrbuch wenig geändert hat, außer dass es visuell vielseitiger aufbereitet werden kann.