Lebenslanges Lernen

Das lebenslange Lernen der medizinischen Fachkräfte wird durch den Begriff ‚Continuing Medical Education’ (CME) beschrieben. Ziel der Fortbildung ist die qualitativ hochwertige medizinische Versorgung der Bevölkerung auf dem jeweils aktuellen medizinischen Wissensstand. Das Angebot der Veranstaltungen muss sich in den Berufs- und Lebensalltag der medizinischen Fachkräfte integrieren lassen, der durch eine starke Verdichtung der Arbeitsabläufe geprägt ist. Die Berufsordnung verpflichtet zur Fortbildung durch den vorgeschriebenen Erwerb von CME-Punkten, bei Ärztinnen und Ärzten gegenwärtig 250 CME-Punkte in fünf Jahren, andernfalls drohen Sanktionen. Bei fast allen deutschen Landesärztekammern besteht die Möglichkeit, 100 Prozent der CME-Punkte kumulativ online zu sammeln. Die aktuellen ‚E-Learning-Angebote’ bieten zunehmend die Möglichkeit, kleinere Lerneinheiten entsprechend einem persönlichen Lernportfolio innerhalb der eigenen Fachrichtung zu absolvieren. Solche Angebote stammen häufig von kommerziellen Anbietern, aber auch von den Fachverbänden der einzelnen Berufsgruppen (Corrigan et al., 2012). Zunehmend werden reine Präsenzveranstaltungen (zum Beispiel Kongresse) durch ‚Blended-Learning-Veranstaltungen’ mit interaktiven Komponenten (skriptbasierte Diskussionsforen, Webinaren, Chats) ergänzt. Die für die Nutzung der dargestellten Szenarien erforderliche Medienkompetenz sollte während der Hochschulzeit vermittelt werden. Gewünscht werden mehrheitlich barrierearme Angebote mit einfacher ‚Usability’ (Henning & Schnur, 2009; Ehlers et al., 2007).