Projekte und Beispiele

Educasts finden in Bildungskontexten immer häufiger Anwendung. Im Folgenden wird ein Überblick über Projekte gegeben, mit dem Ziel, beispielhaft möglichst diverse Einsatzbereiche aufzuzeigen.
Die ZIM4Learners (http://www.zim.uni-wuppertal.de/e-learning-amp-schulung/selbstlerner/zim4learners.html) sind ein praktische Beispiel für Screencasts. Die Screencasts werden vom Zentrum für Informations- und Medienverarbeitung der Bergischen Universität Wuppertal produziert.
Potential ‚ZIM4Learners‘:
Die AG-Podcasting begann 2005, explorativ Potentiale des Podcasting zu ergründen (http://userpages.uni-koblenz.de/~bid/bidagg/index.php):
Die Macher des Kaffeepod der Universität Augsburg verfolgen mit ihrem Podcast-Konzept inhaltlich eine Einführung in die Welt der Universität informellen Charakters (http://kaffeepod.de). Zielgruppe sind Studierende und Studieninteressierte. Die Inhalte entstehen innerhalb von Seminaren des Studiengangs “Medien und Kommunikation” der Universität Augsburg.
Der Podcast Bildungstalk strebt in seiner Wirkung einerseits nach der Distribution lehrveranstaltungsergänzender Themen wie auch dem Ermöglichen des Kompetenzerwerbs für Studierende aus medienpädagogischer und medienpraktischer Sicht (http://www.bildungstalk.uni-frankfurt.de).
In der Schule stehen die projektbezogenen Podcast-Produktionen durch die Schüler/innen im Vordergrund (mehr unter http://www.schulpodcasting.info/). Neben internen Schulprojekten (zum Beispiel Podcasts im Fremdsprachenunterricht, Podcasts als Schulradio) gibt es auch Podcasts als Lernbrücken zu anderen Schulen. Wichtig ist zu beachten, dass bei minderjährigen Schülerinnern und Schülern die Verantwortlichkeit für die Inhalte im Podcast bei den Lehrenden beziehungsweise bei der Schulleitung liegt. Daneben ist es wichtig, bei der Verwendung von personenbezogenen Daten wie Fotos und Namen von Minderjährigen die Erlaubnis der Eltern einzuholen.
In der außerschulischen Jugendbildung produzieren Jugendliche Podcasts zu selbstgewählten Themen. Sie entwickeln dazu Interviews oder Meinungsbeiträge über Mode, Schule, Berufswahl, Musik, ihren Stadtteil, ihren Jugendtreff und Weiteres. Dies erfolgt oft auch in Kooperation mit offenen Kanälen, welche die Audioprodukte als Radiosendungen ausstrahlen. Sie erreichen mit dieser Vermittlungsform ihrer Sichtweisen ein größeres Publikum, als wenn sie ihre Sichtweisen nur im Freundeskreis diskutieren würden. Entsprechend der Ziele der Medienpädagogik tragen solche Projekte zur Erweiterung von Handlungsoptionen und gesellschaftlicher Partizipation bei und fördern die Medienkompetenz.
Das Projekt VideoLern adressiert schließlich die Hochschullehre, konnte aber auch schon in der beruflichen Bildung erfolgreich eingesetzt werden. Die dahinterstehende Idee ist einfach: Die Lehrenden zeichnen ihre Vorträge auf und produziert so einen Educast. Die Lernenden kommen in einen Computerraum und schauen sich dann den Educast in Zweier- bis Dreiergruppen an und lösen dabei Übungsaufgaben, die einerseits das Verständnis der Vortragsinhalte überprüfen, andererseits aber auch eine Transferleistung einfordern. Die Lehrenden stehen in diesem Zeitraum den Lernenden permanent für Fragen zur Verfügung, denn sie sind durch den Educast von ihren Vorträgen entbunden. Vorteil dieses Lernszenarios ist, dass der instruierende Vortrag so durch selbstgesteuerte und kooperative Lernhandlungen angereichert wird. Darüber hinaus sind Variationen von VideoLern untersucht worden, die ähnliche Lernziele verfolgen (Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile siehe Krüger, 2011).
Entwickeln Sie ein Lernszenario, in dem Educasts eingesetzt werden. Berücksichtigen Sie hierbei alle Angaben zum Drehbuch.
Recherchieren Sie im Internet Podcasts aus folgenden Kontexten: Nachrichten, Jugendbildung, Migrationspädagogik, Schule. Hören/Sehen Sie sich die Beiträge an und notieren Sie, welchen pädagogischen Zweck sie verfolgen.